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Benchmarking

Benchmarking als Methode eines intensiven, in der Regel bilateralen Leistungsvergleichs wurde bereits in den 1980iger Jahren in den USA entwickelt und insbesondere im produzierenden Gewerbe eingesetzt. Die Idee besteht in der sehr genauen Analyse von den Geschäftsprozessen, die bei dem jeweiligen Benchmarking-Partner zu deutlich besseren, Maßstäbe setzenden Ergebnissen führen. Hierzu bedarf es einer sorgfältigen Auswahl des Benchmarking –Partners, in aller Regel außerhalb der eigenen Branche und damit nicht in einer Konkurrenzsituation. Naturgemäß bedarf eine intime Analyse der intensiven Unterstützung des Benchmarking-Partners. Anschließend können dann beide Benchmarking-Partner die gewonnenen Informationen zur Verbesserung ihrer eigenen Geschäftsprozesse einsetzen. Dadurch konnten in der Vergangenheit häufig Effizienzsprünge erzielt werden. Dies hat wesentlich zur Popularität und zur Verbreitung der Methode geführt.

Mit der zunehmenden Verbreitung wurde Benchmarking mehr und mehr als Methode des Kennzahlenvergleichs interpretiert und verlor seine besondere, ursprüngliche Wirkung. Benchmarking mit mehreren, gar einer größeren Zahl von Partnern kann in dieser Form nicht durchgeführt werden. Benchmarking wird zum Kennzahlenvergleich, wie er seit vielen Jahren in der Wasserbranche mit allen bekannten Vor- und Nachteilen betrieben wird. Und ein Benchmarking, das innerhalb einer Branche stattfindet, wird in der Regel nur einen leicht angehobenen Branchendurchschnitt manifestieren und zu keinen Innovations- und Effizienzsprüngen führen. Sofern die beteiligten Unternehmen auch am Markt in Konkurrenz zu einander tätig sind, kommt noch die Möglichkeit hinzu, dass ein solches Benchmarking als kartellrechtswidrige Preisabsprache interpretiert wird.

Benchmarking-Konzepte in dieser Form sind kein Ersatz für den konsequenten Wettbewerb, sie dienen im besten Fall der eigenen Positionsbestimmung innerhalb der Branche. Die Veröffentlichung von entsprechenden Kennzahlen, in geeigneter Weise abstrahiert und nur in anonymer Form, sind nicht geeignet, Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche von der höchsten Kosteneffizienz der Unternehmen zu überzeugen. Unter diesen Voraussetzungen muss über die Notwendigkeit einer Pflichtteilnahme am Benchmarking nicht spekuliert werden.

Wir setzen Benchmarking in seinem ursprünglichen Sinne als eine sehr effiziente Methode zur Optimierung von Geschäftsprozessen ein. Dabei profitieren Sie von den branchenübergreifenden Erfahrungen und Kontakten unserer BeraterInnen.

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