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Steuerliche Gleichstellung

Die traditionelle Zweiteilung der deutschen Wasserwirtschaft in Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung ist historisch gewachsen und erschien aus technischer Sicht immer sinnvoll. Nicht nur aus rechtlicher und ökonomischer Sicht sondern auch aus der Sicht eines integrierten Wassermanagement (IWM) ergeben sich hieraus zunehmend Widersprüche und Hindernisse.

Heute gibt es eine doppelte steuerrechtliche Ungleichbehandlung. Während die Trinkwasserversorgung einheitlich dem ermäßigten Umsatzsteuersatz (MWST) von 7% unterliegt, ist die Besteuerung der Abwasserentsorgung noch einmal differenziert. Kommunale Leistungserbringer sind nicht umsatzsteuerpflichtig, bei der Erbringung der gleichen Leistung durch ein privatwirtschaftliches Unternehmen fällt der volle Umsatzsteuersatz an.

Die steuerliche Gleichbehandlung von Wasser und Abwasser sowie von privatwirtschaftlichen und kommunalen Leistungen in der Wasserwirtschaft ist eine wichtige Voraussetzung für eine wirklich erfolgreiche Umsetzung der für Deutschland beschlossenen Modernisierungsstrategie. Die steuerliche Ungleichbehandlung ist auch Anlass zu einer Prüfung auf europäischer Ebene.

Als Lösung ist u.a. die Einführung eines einheitlichen, ermäßigten Steuersatzes von 7% angedacht.

Bei Umsetzung dieser Zielstellung

  • wird fairer Wettbewerb im/um den Markt möglich,
  • sind neue Unternehmensstrukturen und damit dringend notwendige Strukturanpassungen realisierbar,
  • können mehr Synergien aus der Zusammenführung von Trink- und Abwasserunternehmen gewonnen werden und
  • erhalten mehr deutsche Unternehmen eine Chance auf dem internationalen Markt.

Wir unterstützen Sie, frühzeitig Chancen der zu erwartenden Veränderungen zu erkennen und in Ihre Strategie zu integrieren.

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